Die Säule 3a war lange Zeit die beliebteste private Altersvorsorge in der Schweiz. Doch lohnt sich die gebundene Vorsorge heute noch? Aufgrund von sinkenden Steuervorteilen, hohen Gebühren und geringen Renditen verliert die 3a zunehmend an Attraktivität.
In diesem Artikel erfährst du, warum die Säule 3a 2025 nicht mehr die beste Wahl für deine Altersvorsorge ist und welche Alternativen es gibt.
1. Die Nachteile der Säule 3a
1.1 Eingeschränkte Verfügbarkeit des Geldes
Das größte Problem der Säule 3a ist die gebundene Laufzeit. Dein Geld bleibt bis zur Pensionierung blockiert und kann nur unter bestimmten Bedingungen vorzeitig bezogen werden:
🔹 Kauf von Wohneigentum
🔹 Selbstständigkeit
🔹 Auswanderung aus der Schweiz
Das bedeutet: Falls du vor der Pensionierung flexiblen Zugang zu deinem Kapital brauchst, ist die Säule 3a unattraktiv.
1.2 Sinkende Steuervorteile durch Progressionseffekte
Ein Hauptargument für die Säule 3a ist der Steuervorteil. Doch dieser nimmt durch kantonale Steueränderungen und Progressionseffekte immer weiter ab.
Während der Einzahlung: Du kannst deine Beiträge vom steuerbaren Einkommen abziehen. Doch je höher dein Einkommen, desto weniger lohnt sich der Abzug.
Beim Bezug: Die Auszahlung unterliegt der Kapitalauszahlungssteuer, die je nach Kanton und Höhe des Betrags mehrere tausend Franken betragen kann.
📌 Beispiel: Wer in Zürich 100.000 CHF aus der Säule 3a bezieht, zahlt rund 8.000 CHF Steuern.
1.3 Hohe Gebühren und versteckte Kosten
Die meisten Banken und Versicherungen verlangen hohe Verwaltungsgebühren für Säule-3a-Konten. Besonders 3a-Versicherungen sind problematisch, da sie hohe Kosten haben und unflexibel sind.
💰 Typische Gebühren:
🔹 Bankkonto: 0,5–1 % pro Jahr
🔹 3a-Fondsprodukte: 1–2 % pro Jahr
🔹 3a-Versicherung: bis zu 3 % pro Jahr
Diese Gebühren schmälern die Rendite erheblich.
1.4 Geringe Rendite in klassischen 3a-Konten
Die meisten 3a-Konten bieten nur 0,5–1 % Zinsen, während die Inflation in den letzten Jahren oft höher lag. Dadurch verliert dein Geld real an Wert.
Bessere Renditen gibt es zwar bei 3a-Wertschriftenlösungen, aber auch hier fallen hohe Verwaltungsgebühren an.
Änderungen bei der Säule 3a in der Schweiz im Jahr 2025
Im Jahr 2025 treten in der Schweiz neue Regelungen für die Säule 3a in Kraft. Diese betreffen sowohl die Maximalbeträge für Einzahlungen als auch die Möglichkeit, nachträgliche Einzahlungen vorzunehmen.
1. Höhere Maximalbeträge für Einzahlungen
Die maximale Einzahlungssumme in die Säule 3a wird für Personen mit Pensionskasse auf CHF 7'258 angehoben. Selbstständige ohne Pensionskasse können bis zu 20 % ihres Nettoerwerbseinkommens einzahlen, wobei der Höchstbetrag auf CHF 36'288 festgelegt ist.
2. Einführung nachträglicher Einzahlungen
Ab 2025 besteht die Möglichkeit, verpasste Einzahlungen aus den letzten zehn Jahren nachzuholen. Voraussetzung dafür ist, dass in diesen Jahren ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt wurde und der jeweilige Maximalbetrag nicht ausgeschöpft war. Wichtig: Diese Nachzahlungen können erst ab 2026 für das Jahr 2025 vorgenommen werden.
3. Auswirkungen auf die Steuerbelastung
Einzahlungen in die Säule 3a bleiben weiterhin steuerlich absetzbar, was zu einer Senkung des steuerbaren Einkommens führt. Durch die neuen Regelungen könnte das Steueraufkommen aus der direkten Bundessteuer um 100 bis 150 Millionen Franken pro Jahr zurückgehen.
4. Erhöhte administrative Anforderungen
Die Möglichkeit, nachträgliche Einzahlungen vorzunehmen, erfordert eine detaillierte Dokumentation und eine präzise Berechnung, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen.
Diese Änderungen machen die Säule 3a flexibler, stellen aber gleichzeitig höhere Anforderungen an die Verwaltung und Planung der Einzahlungen.
2. Alternativen zur Säule 3a
2.1 ETF-Investments als flexible Altersvorsorge
Anstatt Geld in eine gebundene Säule 3a zu stecken, lohnt sich ein eigenes ETF-Portfolio.
✅ Höhere Rendite (durchschnittlich 6–8 % pro Jahr)
✅ Volle Flexibilität (Geld jederzeit verfügbar)
✅ Keine unnötigen Gebühren oder Restriktionen
Ein global diversifizierter ETF wie der Vanguard FTSE All-World (VWCE) kann langfristig eine bessere Rendite bieten als jede 3a-Lösung.
2.2 Immobilien als Altersvorsorge
Wer über genügend Eigenkapital verfügt, kann stattdessen in Immobilien investieren. Eine vermietete Wohnung bringt:
🏡 Passive Mieteinnahmen
🏡 Wertsteigerung des Objekts
🏡 Steuervorteile (Hypothekenzinsen absetzbar)
Langfristig ist Wohneigentum oft die bessere Alternative zur Säule 3a.
2.3 Steueroptimierte Private Vorsorge mit Säule 3b
Die Säule 3b ist eine flexible Vorsorgeform und unterliegt keiner Einschränkung. Vorteile:
📌 Freie Wahl der Anlageform (Aktien, ETFs, Immobilien)
📌 Keine Einschränkungen beim Kapitalzugang
📌 Steuervorteile in bestimmten Kantonen
3. Fazit: Die Säule 3a verliert an Attraktivität
Während die Säule 3a früher sinnvoll war, gibt es heute bessere Alternativen mit höheren Renditen und mehr Flexibilität.
❌ Geringe Verzinsung und hohe Gebühren
❌ Wenig steuerliche Vorteile bei hohem Einkommen
❌ Eingeschränkte Verfügbarkeit des Geldes
✅ ETF-Investments & Immobilien sind oft die bessere Wahl
📌 Tipp: Wer dennoch eine Säule 3a nutzt, sollte kostengünstige, indexierte 3a-Fonds wählen (z. B. VIAC, Frankly oder Finpension).
Häufige Fragen zur Säule 3a (FAQ)
1. Lohnt sich die Säule 3a noch?
👉 Nein, da Steuervorteile sinken und die Flexibilität fehlt. ETFs bieten oft die bessere Rendite.
2. Welche Alternativen gibt es?
👉 ETF-Portfolios, Immobilien & die Säule 3b sind attraktivere Optionen.
3. Welche 3a-Anbieter sind 2025 noch sinnvoll?
👉 Falls du 3a nutzen möchtest: Finpension, Frankly & VIAC haben niedrige Gebühren.
💡 Deine Meinung: Nutzt du noch die Säule 3a oder setzt du auf Alternativen? Schreib es in die Kommentare! 😊
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