
ERC-2981 erklärt: NFT-Royalties, Lizenzgebühren und Grenzen des Standards
NFTs können Kunstwerke, Mitgliedschaften, digitale Spielgegenstände oder andere Rechte repräsentieren. Wer ein NFT herausgibt, möchte mitunter auch dann an einer Weiterveräusserung beteiligt werden, wenn der ursprüngliche Käufer es später verkauft. Genau hier setzt ERC-2981 an: Der Ethereum-Standard definiert eine gemeinsame technische Sprache, mit der ein Smart Contract eine empfohlene Lizenzgebühr und die empfangende Adresse mitteilt. Er erzwingt die Zahlung aber nicht.
Diese Unterscheidung ist entscheidend. Ein NFT kann den ERC-2981-Standard vollständig unterstützen und trotzdem auf einem Marktplatz ohne Royalties verkauft werden. Ebenso können NFT-Verkäufe ohne ERC-2981 vertragliche Vergütungspflichten auslösen. In diesem Fachartikel erfährst Du, was der Standard tatsächlich leistet, wie Du Beträge berechnest, welche Rolle Marktplätze spielen und welche technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken bleiben.
Was ist ERC-2981 und welches Problem löst der Standard?
ERC-2981 ist ein Ethereum-Tokenstandard zur standardisierten Abfrage von NFT-Royalties. Die technische Spezifikation wurde als Ethereum Improvement Proposal 2981 veröffentlicht und ist als finaler ERC-Standard dokumentiert. Die zentrale Idee: Ein Marktplatz muss nicht für jede NFT-Kollektion eine andere Methode erlernen, um den vorgesehenen Vergütungsempfänger und die Höhe der Beteiligung zu bestimmen. Stattdessen kann er eine einheitliche Funktion aufrufen.
Vor dieser Standardisierung verwendeten Plattformen eigene, untereinander häufig nicht kompatible Angaben. Ein Künstler konnte auf einem Marktplatz einen Prozentsatz hinterlegen, ohne dass ein anderer Handelsplatz diese Information kannte. ERC-2981 verbessert die technische Auffindbarkeit solcher Angaben. Es ist jedoch weder eine allgemeine Lizenzvereinbarung noch ein Zahlungssystem, eine Steuerregel oder ein Versprechen regelmässiger Einnahmen.
Was bedeuten Royalties bei NFTs?
Unter Royalties versteht man im NFT-Umfeld üblicherweise eine Beteiligung des Urhebers oder einer anderen berechtigten Partei am Weiterverkaufspreis. Ein Beispiel: Wird ein NFT für 2 ETH verkauft und sieht die hinterlegte Berechnung 5 Prozent vor, ergibt sich eine rechnerische Royalty von 0,1 ETH. Ob sie tatsächlich ausgezahlt wird, hängt von der Handelsabwicklung ab. Die Angabe allein überweist noch keine Coins.
So funktioniert royaltyInfo(tokenId, salePrice)
Der technische Kern ist die Funktion royaltyInfo(uint256 tokenId, uint256 salePrice). Der Aufrufer übermittelt eine Token-ID und einen angenommenen Verkaufspreis. Der Smart Contract liefert zwei Werte zurück: receiver, also die Empfängeradresse, und royaltyAmount, also den berechneten Betrag. Die Schnittstelle liefert nicht automatisch eine Rechnung, einen Zahlungsbeleg oder einen Nachweis, dass eine Vergütung tatsächlich bezahlt wurde.
Der Parameter tokenId erlaubt unterschiedliche Regeln für verschiedene NFTs derselben Kollektion. Eine Sammlung könnte etwa für einzelne Editionen unterschiedliche Empfänger oder Prozentsätze definieren. Der Verkaufspreis dient als Berechnungsgrundlage; die Rückgabe ist ein Betrag und nicht bloss die Zahl 5 für fünf Prozent. Das ist wichtig, weil verschiedene Integrationen sonst die Berechnung unterschiedlich interpretieren könnten.
Rechenbeispiel: 5 Prozent auf einen Verkauf
Angenommen, ein NFT wird für 1,8 ETH verkauft. Bei 5 Prozent beträgt der Royalty-Betrag 1,8 × 0,05 = 0,09 ETH. Verlangt der Marktplatz zusätzlich eine Handelsgebühr von beispielsweise 2 Prozent, sind das weitere 0,036 ETH. Ohne Gas- und sonstige Kosten bleiben dem Verkäufer rechnerisch 1,674 ETH, sofern beide Beträge tatsächlich abgezogen werden. Die genannten Prozentsätze sind rein illustrative Annahmen, keine aktuellen Anbietergebühren.
Bei einem Verkauf für 600 USDC ergibt dieselbe prozentuale Regel 30 USDC. ERC-2981 verlangt, dass der gemeldete Royalty-Betrag in derselben Einheit wie der übergebene Verkaufspreis ausgedrückt wird. Der Standard kennt die Währung selbst nicht; er interpretiert lediglich die Zahl. Deshalb darf eine Implementierung nicht stillschweigend einen festen ETH-Betrag zurückgeben, wenn der Aufrufer einen USDC-Preis übermittelt.
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Der entscheidende Unterschied zwischen einer Information und einer Zahlung bleibt bestehen: Selbst eine technisch korrekte Abfrage von royaltyInfo bedeutet nicht, dass die Auszahlung erfolgt ist. Ein Marktplatz muss die Zahlung aktiv in seine Handelslogik einbauen oder anderweitig veranlassen.
Warum ERC-2981 keine verpflichtenden NFT-Lizenzgebühren garantiert
Ein Transfer eines NFT ist nicht zwingend ein Verkauf. Du kannst ein NFT auf eine andere eigene Wallet übertragen, verschenken, als Sicherheit einsetzen oder über eine Verwahrungslösung bewegen. Würde jeder Transfer automatisch eine Verkaufsgebühr auslösen, müssten Smart Contracts den tatsächlichen wirtschaftlichen Hintergrund erkennen. Diese Information ist aus einer normalen Transfertransaktion aber nicht zuverlässig ersichtlich.
Deshalb spezifiziert ERC-2981 ausdrücklich freiwillige Royalty-Zahlungen. Ein Handelsplatz, der die Angaben berücksichtigt, kann den Betrag berechnen und an den Empfänger auszahlen. Ein anderer kann die Information ignorieren. Die Blockchain verhindert damit nicht automatisch, dass ein NFT ohne Zahlung der ausgewiesenen Royalty den Eigentümer wechselt. Wer das anders behauptet, verwechselt eine standardisierte Auskunftsschnittstelle mit einer durchsetzbaren Transferbedingung.
Was passiert beim privaten Verkauf?
Beim direkten Wallet-zu-Wallet-Transfer kann die Blockchain meist nicht erkennen, ob gleichzeitig ausserhalb der Chain Geld geflossen ist. Selbst wenn zwei Personen privat einen Kaufpreis vereinbaren, führt der Transfer des NFT nicht automatisch eine royaltyInfo-Abfrage oder Zahlung aus. Rechtliche Ansprüche können unabhängig davon bestehen, sind aber vom jeweiligen Vertrag und anwendbaren Recht abhängig. Der technische Standard ersetzt diese Prüfung nicht.
ERC-2981, ERC-721 und ERC-1155: Was ist der Unterschied?
ERC-721 beschreibt die grundlegende Schnittstelle für einzelne nicht fungible Token, insbesondere Eigentümerabfragen und Transfers. ERC-1155 ermöglicht die Verwaltung verschiedener Token-IDs und Mengen innerhalb eines Vertrags und unterstützt Batch-Transfers. ERC-2981 ergänzt eine standardisierte Abfrage von Royalty-Informationen. Diese Aufgaben sind voneinander getrennt: Eigentum und Transferlogik einerseits, Vergütungsinformationen andererseits.
Ein ERC-721-NFT kann ERC-2981 implementieren, muss es aber nicht. Dasselbe gilt für ERC-1155. Der Royalty-Standard setzt nach seiner Spezifikation nicht einmal zwingend voraus, dass der zugrunde liegende Vertrag ERC-721 oder ERC-1155 verwendet. Für Nutzer ist entscheidend, welche Funktionen der konkrete Smart Contract tatsächlich anbietet und welche Funktionen der Marktplatz berücksichtigt.
ERC-165 und die Erkennung unterstützter Schnittstellen
ERC-2981 verlangt Unterstützung für ERC-165, die standardisierte Erkennung von Interfaces. Über supportsInterface kann Software prüfen, ob der Vertrag die Royalty-Schnittstelle angibt. Die Interface-ID von ERC-2981 lautet 0x2a55205a. Ein positives Ergebnis zeigt an, dass der Vertrag die Schnittstelle beansprucht; es ist keine unabhängige Garantie für die wirtschaftliche Angemessenheit des Royalty-Satzes oder die Sicherheit des gesamten Projekts.
Royalty-Empfänger, Prozentsatz und veränderbare Regeln
Ein Vertrag kann Royalties auf Kollektionsebene oder abhängig von der Token-ID berechnen. Die Spezifikation lässt unter bestimmten Voraussetzungen auch dynamische Prozentsätze zu, beispielsweise abhängig von einer nachvollziehbaren Anzahl von Transfers. Entscheidend ist, dass der Prozentsatz nicht willkürlich vom absoluten Zahlenwert des übergebenen Verkaufspreises abhängt, weil dieser Wert in verschiedenen Währungen ausgedrückt sein kann.
Aus Sicht eines Käufers ist deshalb nicht nur der heute angezeigte Satz wichtig. Prüfe auch, ob der Vertrag eine administrative Funktion enthält, mit der ein berechtigter Account Empfänger oder Berechnungsregel später verändern kann. Ein 5-Prozent-Satz beim Kauf ist nicht notwendigerweise unveränderlich. Eine Änderung kann wirtschaftlich bedeutsam sein, wenn ein Marktplatz bei künftigen Verkäufen die jeweils aktuellen Vertragsdaten abfragt.
Mehrere Künstler und geteilte Auszahlungen
Die ERC-2981-Schnittstelle liefert jeweils eine Empfängeradresse und einen Royalty-Betrag. Sollen mehrere Beteiligte bezahlt werden, kann der Empfänger ein separater Splitter-Vertrag sein, der eingehende Zahlungen verteilt. Diese zusätzliche Vertragslogik bringt eigene Risiken mit sich: falsche Adressen, fehlerhafte Verteilungsschlüssel, blockierte Auszahlungen und mögliche Upgrades. ERC-2981 definiert diese Aufteilung nicht selbst.
NFT-Royalties richtig prüfen: Eine praktische Checkliste
Zuerst identifizierst Du die korrekte Blockchain und die tatsächliche Vertragsadresse der NFT-Kollektion. Name und Bild sind keine zuverlässigen Identifikatoren, denn betrügerische Sammlungen können bekannte Marken imitieren. Danach prüfst Du in einem geeigneten Blockchain-Explorer, ob der Vertrag verifiziert ist und ob er ERC-165 sowie die Royalty-Schnittstelle unterstützt. Ein nicht verifizierter Vertrag lässt sich schwieriger unabhängig beurteilen.
Als Nächstes kannst Du, sofern der Explorer eine lesbare Vertragsansicht anbietet, royaltyInfo mit der konkreten Token-ID und einem sinnvoll skalierten Beispielpreis abfragen. Beachte die kleinste Einheit der verwendeten Währung: Bei ETH werden Beträge in Smart Contracts oft als Wei übergeben. Ein ETH entspricht 10^18 Wei. Für einen Beispielpreis von 1 ETH lautet der numerische Eingabewert somit 1000000000000000000. Für andere Token gelten gegebenenfalls andere Dezimalstellen.
Vergleiche anschliessend die gemeldete Empfängeradresse und den Betrag mit der tatsächlichen Verkaufsabwicklung. Eine Interface-Abfrage beweist nur, was der Vertrag zurückliefert. Ob Geld floss, musst Du an den Transaktionen und gegebenenfalls internen Transfers erkennen. Prüfe ausserdem, ob die Plattform Gebühren zusätzlich zur Royalty erhebt, welche Zahlungswährung verwendet wird und ob der Marktplatz den Standard überhaupt unterstützt.
Was ist bei einer unbekannten Kollektion besonders wichtig?
Sei vorsichtig bei künstlicher Verknappung, angeblich garantierten Wiederverkaufsgewinnen, unklaren Nutzungsrechten und Wallet-Aufforderungen, die weitreichende Tokenfreigaben verlangen. Eine vermeintliche Royalty-Einnahme ist kein Beleg für reale Nachfrage. Hohe angezeigte Handelsvolumen können durch Eigenhandel oder andere verzerrende Aktivitäten entstehen. Ein NFT kann vollständig illiquide werden, selbst wenn der Vertrag technisch korrekt funktioniert.
Kosten, Gas Fees und wirtschaftliche Folgen
Die reine Abfrage einer View-Funktion wie royaltyInfo kann über einen RPC-Anbieter lokal simuliert werden, ohne dass Du dafür zwingend eine kostenpflichtige On-Chain-Transaktion auslösen musst. Die tatsächliche Auszahlung im Rahmen eines Verkaufs kann dagegen zusätzliche Rechenoperationen und damit Gas verursachen. Wie hoch die Kosten sind, hängt von Netzwerk, Ausführungspfad, Vertragsimplementierung und Auslastung ab. Eine pauschale aktuelle Gasgebühr wäre unseriös.
Betrachte ein zweites Beispiel: Ein NFT wird für 0,4 ETH verkauft, der Royalty-Satz beträgt 7,5 Prozent. Die rechnerische Vergütung ist 0,03 ETH. Wird eine zusätzliche Handelsgebühr von hypothetisch 1,5 Prozent erhoben, kommen 0,006 ETH hinzu. Vor Gas verbleiben 0,364 ETH. Falls der Käufer oder Verkäufer die Royalty nicht tatsächlich zahlen muss, weicht die effektive Abrechnung ab. Gerade deshalb sollten angezeigte Schätzungen nicht mit endgültigen Zahlungseingängen verwechselt werden.
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Rechte am Kunstwerk und Eigentum am NFT sind nicht dasselbe
Der Kauf eines NFT überträgt grundsätzlich zunächst die durch den Token und den jeweiligen Vertrag definierten Positionen. Ob Du damit ein Bild kommerziell verwenden, reproduzieren oder weiterlizenzieren darfst, ergibt sich nicht automatisch aus ERC-2981. Urheberrechtliche Nutzungsrechte können separat geregelt sein. Ebenso ist eine technische Royalty-Angabe nicht automatisch eine rechtlich wirksame oder überall durchsetzbare Vereinbarung.
Für Schweizer Nutzer können je nach Sachverhalt das Urheberrecht, Vertragsrecht, Steuerrecht und bei geschäftsmässigen Tätigkeiten weitere Regeln relevant sein. Bei grenzüberschreitenden NFT-Verkäufen wird die rechtliche Einordnung zusätzlich komplex. Aus einer Smart-Contract-Funktion lässt sich weder eine steuerliche Behandlung noch eine zwingende Vergütungspflicht ableiten. Für konkrete Verträge oder regelmässige gewerbliche Einnahmen ist fachkundige Prüfung sinnvoll.
Sicherheit: Smart Contracts, Marktplätze und Gegenparteien
Die Standardisierung der Royalty-Abfrage beseitigt keine Schwachstellen im übrigen Vertrag. NFT-Projekte können fehlerhafte Mint-Funktionen, unzureichende Zugriffskontrollen, kompromittierte Administratoren oder problematische Upgrade-Mechanismen enthalten. Ein Splitter-Vertrag kann Zahlungen falsch verteilen. Eine Handelsplattform kann ausfallen, Zahlungen zurückhalten oder Regeln ändern. Und die Wallet kann durch Phishing kompromittiert werden.
Die Möglichkeit, den Royalty-Empfänger zu ändern, verdient besondere Aufmerksamkeit. Bei administrativ kontrollierten Verträgen können Schlüsselverlust oder Missbrauch direkte Auswirkungen auf künftige Einnahmen haben. Ein sorgfältiger Sicherheitscheck betrachtet daher Berechtigungen, Upgrade-Pfade, Audits und reale Transaktionen. Ein Audit ist hilfreich, aber keine Garantie. Selbst ein korrekt programmierter Standard schützt nicht vor einem Totalverlust des NFT-Marktwerts.
Vorteile und Grenzen von ERC-2981 im Überblick
Der wichtigste Vorteil ist die Interoperabilität: Software kann einheitlich nach Royalty-Informationen fragen. Für Entwickler sinkt der Aufwand, verschiedene individuelle Angaben zu interpretieren. Für Urheber entsteht eine transparente technische Möglichkeit, Vergütungswünsche im Vertrag sichtbar zu machen. Für Käufer erleichtert der Standard die Prüfung möglicher Wiederverkaufskosten, sofern die Daten korrekt angezeigt und vom Handelsplatz berücksichtigt werden.
Die Grenzen sind ebenso bedeutsam: Keine automatische Zahlungspflicht, keine Garantie für Marktplatzunterstützung, keine universelle Durchsetzung bei privaten Verkäufen und keine Regelung der zugrunde liegenden Urheberrechte. Hinzu kommen mögliche administrative Änderungen, Implementierungsfehler und wirtschaftliche Unsicherheit. Die Existenz einer Royalty-Schnittstelle ist deshalb ein Informationsmerkmal und kein Qualitäts- oder Renditesiegel.
FAQ: Häufige Fragen zu ERC-2981
Muss jeder NFT-Marktplatz ERC-2981-Royalties bezahlen?
Nein. Der Standard stellt eine einheitliche Abfragemöglichkeit bereit. Die Zahlung ist technisch freiwillig und hängt davon ab, ob und wie ein Handelsplatz sie in seine Abwicklung integriert. Andere vertragliche Verpflichtungen sind separat zu beurteilen.
Kann ich die Royalty eines NFT vor dem Kauf sehen?
Wenn der Smart Contract die Schnittstelle implementiert und die erforderlichen Funktionen zugänglich sind, kannst Du die Informationen für eine Token-ID und einen Beispielpreis abfragen. Prüfe zusätzlich, ob der angezeigte Satz veränderbar ist und ob der konkrete Marktplatz ihn tatsächlich berücksichtigt.
Sind Royalties bei ERC-1155 und ERC-721 identisch?
Die Abfrage über ERC-2981 kann bei beiden Standards gleich funktionieren. Die zugrunde liegenden Token- und Transfermodelle unterscheiden sich jedoch. Ob eine Kollektion ERC-2981 nutzt und wie sie die Berechnung implementiert, ist eine Entscheidung des jeweiligen Vertrags.
Bekomme ich als NFT-Käufer selbst Royalties?
Nicht automatisch. Empfänger ist die Adresse, die der Vertrag für die jeweilige Abfrage zurückliefert. Diese kann einem Künstler, einer Organisation oder einem Auszahlungsvertrag gehören. Der NFT-Besitz allein begründet keinen Anspruch auf diese Zahlungen.
Kann ein Royalty-Satz später geändert werden?
Das hängt von der Implementierung ab. Einige Verträge verwenden feste Werte, andere erlauben Änderungen durch autorisierte Rollen oder definieren dynamische Regeln. Entscheidend sind der tatsächliche Contract-Code und die Administrationsrechte.
Fazit: ERC-2981 schafft Transparenz, aber keine Zahlungsgarantie
ERC-2981 ist ein sinnvoller Baustein für das NFT-Ökosystem, weil er Royalty-Informationen über eine einheitliche Schnittstelle verfügbar macht. Wer NFTs erstellt, handelt oder entwickelt, sollte aber die zentrale Grenze verstehen: Ein korrekt berechneter Royalty-Betrag ist noch keine tatsächlich geleistete Zahlung. Prüfe Vertragsadresse, Interface, Empfänger, Änderungsrechte, Handelsabwicklung und rechtliche Grundlagen getrennt voneinander.
NFTs und Kryptowährungen können erheblich im Wert schwanken und vollständig wertlos werden. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt weder individuelle Anlageberatung noch eine Rechts- oder Steuerberatung dar.







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