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Was stört Mitarbeiter 2026 am häufigsten an ihren Unternehmen?

vor 3 Minuten
5 Min. Lesezeit

Was stört Mitarbeiter am häufigsten an ihren Unternehmen? Die Frage betrifft Beschäftigte, Arbeitgeber und Zuzügler, die einen neuen Arbeitsplatz in der Schweiz beurteilen möchten.


Der höchste direkte Beschwerdewert betrifft die Kommunikation: 81 Prozent bemängeln, dass Informationen über verschiedene Kanäle nicht einheitlich vermittelt werden. Weitere 78 Prozent finden, dass ihr Unternehmen Informationen besser teilen könnte, und 72 Prozent fühlen sich über wichtige Entwicklungen nicht ausreichend informiert.


Die Ergebnisse stammen allerdings aus unterschiedlichen Umfragen und messen nicht immer dasselbe. Ein Wert zur Inflation als allgemeiner Sorge lässt sich deshalb nicht direkt mit einer konkreten Beschwerde über interne Kommunikation vergleichen.



Ist schlechte Kommunikation das häufigste Problem?


Die Kommunikation gehört zu den am häufigsten genannten Kritikpunkten. Beschäftigte erhalten wichtige Informationen zu spät, erfahren kurzfristig von Entscheidungen oder bekommen über E-Mail, Slack, Teams und Besprechungen widersprüchliche Aussagen.


81 Prozent kritisieren eine inkonsistente Kommunikation über verschiedene Kanäle. 78 Prozent sehen Verbesserungsbedarf beim Teilen von Informationen, während sich 72 Prozent nicht ausreichend über wichtige Updates informiert fühlen.


Hinzu kommt die Rolle der Vorgesetzten: 72,1 Prozent nennen schlechte Kommunikation von Führungskräften als wesentlichen Faktor einer toxischen Arbeitsumgebung.


Wie stark stört eine schlechte Führungskultur?


Schlechtes Management ist ähnlich relevant wie mangelhafte Kommunikation. 79,1 Prozent führen toxische Arbeitsumgebungen auf eine unethische, nicht verantwortungsvolle oder nicht unterstützende Führung zurück. Insgesamt haben 68,9 Prozent bereits eine toxische Arbeitsumgebung erlebt.


Im Arbeitsalltag zeigt sich das beispielsweise durch Mikromanagement, Bevorzugung einzelner Beschäftigter, unklare Erwartungen und Regeln, die nicht für alle gleich angewendet werden. Problematisch wird eine solche Kultur auch dann, wenn Führungskräfte für Fehlentscheidungen keine Verantwortung übernehmen.


Die Folgen können bis zur Kündigung reichen: 53,7 Prozent haben bereits wegen einer toxischen Arbeitsumgebung gekündigt.


Welche Rolle spielen Gehalt und Inflation?


Finanzielle Themen erreichen teilweise noch höhere Werte, beziehen sich aber nicht immer unmittelbar auf das Verhalten eines bestimmten Unternehmens. 89 Prozent nennen die Inflation als grösste Sorge, 87 Prozent sorgen sich um Gesundheitskosten.


Konkreter auf den Arbeitgeber bezogen sagen 43 Prozent, dass ihr Gehalt nicht mit der Inflation Schritt gehalten habe. Kritisiert werden ausserdem fehlende Gehaltsbänder, geringe Anpassungen an steigende Lebenshaltungskosten und ungleiche Bezahlung für gleiche Arbeit.


Bei Jobsuchenden nennen 44 Prozent niedrige Gehälter und das Ausbleiben von Rückmeldungen durch Arbeitgeber als Hauptbeschwerden.


Wie häufig sind Überlastung und Personalmangel?


58 Prozent halten ihren Arbeitsplatz für unterbesetzt. Damit wird Personalmangel nicht nur zu einer Belastung für einzelne Mitarbeiter, sondern kann auch die Qualität der Arbeit beeinträchtigen. 37 Prozent bezeichnen fehlendes Personal als grösste Barriere für Qualität.


Typische Folgen sind eine dauerhaft hohe Aufgabenmenge, regelmässige Überstunden und fehlende Grenzen zwischen Beruf und Freizeit. Dadurch kann sich auch die Konzentration verschlechtern: 57 Prozent kämpfen am Arbeitsplatz mit Fokusproblemen.


Eine schlechte Work-Life-Balance entsteht zudem, wenn Beschäftigte ständig erreichbar sein sollen oder Besprechungen ausserhalb der üblichen Arbeitszeit stattfinden.


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Warum fehlen Mitarbeitern Anerkennung und Entwicklungsmöglichkeiten?


34 Prozent berichten von mangelnder Anerkennung. Dabei geht es nicht nur um ausdrückliches Lob, sondern auch um Unterstützung, Weiterbildung und nachvollziehbare Aufstiegsmöglichkeiten.


65 Prozent nennen fehlende Unterstützung, Anerkennung und Entwicklungsmöglichkeiten als Faktor für eine toxische Arbeitsumgebung. 28 Prozent sagen zugleich, dass ihre Fähigkeiten hinter den Anforderungen zurückbleiben.


Unternehmen können beide Probleme gemeinsam angehen: mit klaren Entwicklungspfaden, Weiterbildungen, Mentoring und regelmässigem Feedback. Anerkannte Mitarbeiter haben eine um 45 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, innerhalb von 2 Jahren zu kündigen.


Was stört Mitarbeiter an ihrer Arbeitsumgebung?


73 Prozent der im Büro arbeitenden Mitarbeiter sind über ihren Arbeitsplatz frustriert. Besonders häufig geht es um Lärm, fehlende Rückzugsmöglichkeiten und eine ungeeignete Raumgestaltung.


47 Prozent bezeichnen Lärm als grösste physische Beschwerde. 41 Prozent bemängeln die Temperaturkontrolle, während 40 Prozent ruhige Räume für konzentrierte Arbeit vermissen. Weitere Beschwerden betreffen mangelnde Privatsphäre mit 22 Prozent und überfüllte Gemeinschaftsräume mit 19 Prozent.


Auch die Einrichtung spielt eine Rolle. 19 Prozent stören sich an unbequemen Stühlen, während 23 Prozent von Haltungsschäden infolge schlechter Ergonomie berichten.


Welche Verhaltensweisen von Kollegen sorgen für Frust?


Nicht alle Beschwerden richten sich gegen die Unternehmensleitung. Auch das Verhalten von Kollegen kann den Arbeitsalltag erschweren. 72 Prozent sagen, dass sich die Büro-Etikette innerhalb von 3 Jahren verschlechtert habe.


Laute Telefon- und Videoanrufe in offenen Büros sind für 58 Prozent die grösste Frustration. Hinzu kommen unordentliche Gemeinschaftsräume, Konflikte um Fenster und Klimaanlagen sowie wenig rücksichtsvolle Kommunikation.


Auch der Umgang mit künstlicher Intelligenz wird zum Konfliktthema. 62 Prozent empfinden ungeprüfte KI-Ausgaben als sehr ärgerlich. Dazu gehören weitergeleitete Inhalte ohne Kontrolle sowie unpersönliche, erkennbar automatisierte Nachrichten.


Hast du Fragen zu der Thematik? Dann schreibe uns gern eine Mail an auswandernschweiz.ch@gmail.com

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Wie problematisch sind ineffiziente Prozesse und veraltete Tools?


55 Prozent sagen, dass ihr Unternehmen Schwierigkeiten hat, den physischen und digitalen Arbeitsplatz miteinander zu verbinden. Viele einzelne Anwendungen lösen das Problem nicht automatisch, wenn Informationen zwischen ihnen verloren gehen.


33,3 Prozent kritisieren manuelle Berichterstattung, 32,6 Prozent ein mangelhaftes Onboarding und 29,6 Prozent eine Überlastung durch Benachrichtigungen. Besonders für neue Mitarbeiter erschweren unklare Prozesse und schlecht abgestimmte Systeme den Einstieg.


Abhilfe schaffen weniger parallele Informationswege, klar geregelte Zuständigkeiten und Prozesse, die nicht mehrfach manuell bearbeitet werden müssen.


Beispiel: Wie lassen sich die Beschwerden einordnen?


Für eine einfache Einordnung können drei der höchsten direkten Beschwerdewerte gegenübergestellt werden:


81 Prozent inkonsistente Kommunikation > 79,1 Prozent problematische Führung als Ursache toxischer Arbeitsumgebungen > 73 Prozent Frustration über den Büroarbeitsplatz.


Diese Gegenüberstellung zeigt, warum Kommunikation in der Zusammenfassung an erster Stelle steht. Sie ist jedoch keine einheitliche Rangliste, weil die Werte aus verschiedenen Befragungen stammen und unterschiedliche Fragen beantworten.


Der Inflationswert von 89 Prozent liegt zwar darüber, beschreibt aber die grösste Sorge der Beschäftigten und nicht ausschliesslich eine konkrete Beschwerde über das eigene Unternehmen.


Was können Unternehmen gegen die häufigsten Beschwerden tun?


Bei der Kommunikation helfen einheitliche Botschaften, nachvollziehbar erklärte Entscheidungen und festgelegte Informationskanäle. Anonyme Rückmeldemöglichkeiten können Probleme sichtbar machen, die in gewöhnlichen Besprechungen nicht angesprochen werden.


Eine bessere Führungskultur benötigt klare Erwartungen an Vorgesetzte, Rückmeldungen für Führungskräfte und verbindliche Verantwortung. Anerkennung sollte zudem nicht erst bei einer formellen Leistungsbeurteilung stattfinden.


Gegen Überlastung helfen eine realistische Personalplanung und klare Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit. Ruhige Arbeitsbereiche, eine bessere Akustik und ergonomische Möbel können die konkreten Beschwerden über den Büroarbeitsplatz reduzieren.


Was ist in der Schweiz anders als in Deutschland oder Österreich?


Aus den vorliegenden Ergebnissen lässt sich kein belastbarer Vergleich zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich ableiten. Die genannten Prozentwerte sollten daher nicht automatisch auf jedes Schweizer Unternehmen übertragen werden.


Für Zuzügler ist die konkrete Unternehmenskultur entscheidender als ein allgemeiner Ländervergleich. Vor einem Stellenantritt können insbesondere Informationswege, Führungsstil, Personalbesetzung, Entwicklungsmöglichkeiten und die Regelung der Erreichbarkeit geprüft werden.


Die wichtigsten Zahlen


Wert

Betrag

Inkonsistente Kommunikation über verschiedene Kanäle

81 Prozent

Verbesserungsbedarf beim Teilen von Informationen

78 Prozent

Nicht ausreichend über wichtige Updates informiert

72 Prozent

Problematische Führung als Ursache toxischer Arbeitsumgebungen

79,1 Prozent

Bereits eine toxische Arbeitsumgebung erlebt

68,9 Prozent

Wegen einer toxischen Arbeitsumgebung gekündigt

53,7 Prozent

Gehalt hielt nicht mit der Inflation Schritt

43 Prozent

Arbeitsplatz ist unterbesetzt

58 Prozent

Fehlende Anerkennung

34 Prozent

Frustration über den Büroarbeitsplatz

73 Prozent

Lärm als grösste physische Beschwerde

47 Prozent

Ungeprüfte KI-Ausgaben sind sehr ärgerlich

62 Prozent


Fazit: Was stört Mitarbeiter am häufigsten?


Am deutlichsten fällt die Kritik an der Kommunikation aus: 81 Prozent bemängeln widersprüchliche Informationen über verschiedene Kanäle, 78 Prozent wünschen sich einen besseren Informationsfluss. Problematische Führung erreicht 79,1 Prozent, während 58 Prozent ihren Arbeitsplatz als unterbesetzt bezeichnen. Beim Büroarbeitsplatz sind 73 Prozent frustriert, und 47 Prozent nennen Lärm als grösste physische Beschwerde. Zuzügler sollten diese Werte als Orientierung nutzen, die Kultur und Arbeitsbedingungen eines Schweizer Arbeitgebers aber immer konkret prüfen.



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Quellen


  • https://www.surveymonkey.com/curiosity/usa-today-workforce-survey-january-2026/

  • https://www.appspace.com/workplace-trends-report/

  • https://www.fairplaytalks.com/2026/07/01/workplace-toxicity-persists-in-2026-as-nearly-70-of-employees-report-toxic-work-environments-new-survey-finds/

  • https://www.upistudy.com/blog/human-resources-management/what-causes-job-dissatisfaction-in-employees

  • https://www.4cornerresources.com/job-market-news/performance-review-anxiety-glassdoor-2026/

  • https://hkofficepods.com/top-workplace-complaints-how-to-solve-them/

  • https://www.ebri.org/health/content/results-from-sixth-annual-workplace-wellness-survey-find-workers-value-balance-and-benefits--but-disengagement-persists-as-inflation-and-health-costs-remain-top-worries

  • https://www.prnewswire.com/news-releases/73-of-on-site-employees-are-frustrated-with-their-workspace-national-business-furniture-harris-poll-finds-302812349.html

  • https://www.gable.to/blog/post/workplace-satisfaction-survey

  • https://www.webmdhealthservices.com/resources/whitepapers/2026-workplace-and-employee-survey-report/

  • https://www.business.com/articles/annoying-ai-habits-study/

  • https://www.westwaleschronicle.co.uk/blog/2026/08/06/72-of-uk-workers-say-office-etiquette-has-got-worse-as-instantprint-reveals-the-ultimate-summer-office-ick-list-for-2026/

  • https://bigideasdb.com/business-pain-points-2026


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